Arcandor
Arcandor: Herzlose Quelle
Mittelfranken. Noch vor einigen Jahren waren die Mitarbeiter stolz auf ihr Unternehmen, den Fürther Versandhändler Quelle. Doch binnen weniger Jahre schafften es immer neue Manager, die Seele des Unternehmens zu entkernen und zu verkaufen. Darunter leiden nun die gekündigten Mitarbeiter. Ein Stimmungsbericht.
Die Firmengründer, Gustav und Grete Schickedanz, sind im Unternehmen immer noch hoch angesehen und allgegenwärtig. Am Eingang zur Hauptverwaltung in der Jakobinenstraße prangen stolz zwei Bronzeplaketten, die auf die grandiose Erfolgsgeschichte nach dem Krieg hinweisen. Die dürfte mit diesem Wochenende jedoch endgültig vorbei sein. Am Wochenende liefen die zunächst letzten Verhandlungen mit Investoren, die womöglich endgültig über die Zukunft der insolventen Arcandor-Tochter Quelle entschieden haben.
Nach außen gibt das Unternehmen mittlerweile ein verheerendes Bild ab, welches mit den Anfangsjahren unter Schickedanz nichts mehr zu tun hat. Abgetauchte Betriebsräte und Personaler, Kündigungen selbst für Mitarbeiterinnen, die guter Hoffnung sind oder 30 Jahre und mehr ihre Arbeitskraft für Quelle geopfert haben. Auch im noch vor wenigen Jahren mit großem Pomp eingeweihten neuen Versandzentrum in Leipzig müssen 150 Beschäftigte vorzeitig gehen. Noch schlimmer: Niemand weiß, wann die Kündigungen letztlich wirksam werden. "Die Firmengründer würden im Grabe rotieren", schreibt ein User anonym in einem Internet-Forum für Primondo-Mitarbeiter - recht hat er.
(Redaktion)
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In einer Zeit in der Schlagzeilen wie "wegen Frikadelle/Mautaschen/Pfanbons entlassen" an der Tagesordnung sind, paßt auch die Politik der Fa. Quelle. Es ist doch allen egal. Egal, wieviel Mitarbeiter ihren Job verlieren, egal, wie lange sie gearbeitet haben oder ob es an ihre Existenz geht. Wer kontrolliert denn das Management, wer hat wirklich noch Interesse an einer Fa?
Bei Quelle hat das weder der Aufsichtsrat, noch der Betriebsrat noch die Eigentümerin getan. Die MA, die den Insolvenzverwalter als Hoffnung angesehen haben, wissen inzwischen auch, daß der nur seinen Job macht. Nicht weniger aber auch ganz bestimmt nicht mehr.
Unser Sozialstaat ist am Ende - Quelle ist der sterbende Beweis dafür! Manager und Politk können dem "Herrn" danken, daß die Quellaner so angepaßt sind. In Frankreich würden längst die Reifen und sicher auch die Yacht vom Middelhoff brennen.
Manager und Politiker schämt Euch! Wenne es Gerechtigkeit gibt, werdet ihr im nächsten Leben garantiert Harz IV Empfänger oder besser noch hungernde Kinder in Afrika sein.
Tja liebe kollegen, auch ich wurde heute nach 24 Jahren gekündigt.Ich habe teilweise Monate lang von früh 8.30 Uhr bis Mitternacht geschuftet.Ich hatte bei dieser Firma gelernt und war mal sehr stolz darauf.Ich bin für meine Firma durch das Feuer gegangen.Habe bis zur letzten Erschöpfung alles gegeben.Gott war ich doof....
jetzt haben Sie mich einfach so mal zwischen Tür und Angel rausgeschmissen.
Gott wie ich diese Firma hasse, nein das langt nicht... verachte!!!
Insider sagen, dass die verbliebenen Mitarbeiter in Nürnberg behandelt werden, wie der letzte Dreck. Umgangssprachlich machen Sie praktisch die Haufen weg, die das Insolvenzteam hinterläßt. Der Informationsfluß vom Insolvenzverwalter ist null. Verantwortliche wechseln, wie Model´s die Kleider in der Fashion-Week. Wenn einmal "Laut" gegeben wird von "Großkopferten" sind es nur Blasen und Durchhalteparolen. An Alle, die das lesen, nicht vergessen das in erster Linie die Callcenter den Umsatz machen und kein Anderer. Wir fallen mal wieder hinten runter. Ich bin ein Callcenteragent! Ich muß es wissen und glaubt mir...ich weiß es auch.
Was soll man dazu noch schreiben,es ist das allerletzte wie Führungskräfte mit ihrem Human Kapital umgehen!Das Unternehmen wurde über die Jahre nach bester Heuschreckenmanier ausgesaugt.Die Mitarbeiter ausgenommen wie die Weihnachtsgans und mit Illusionen ruhig gehalten.Das schlimmste an der traurigen Tatsache ist doch, warum lassen die Menschen so mit sich umgehen?Was ist los,haben wir Valium eingenommen!Wo sind die Massendemos?
Schande
Es ist ein SCHANDE was aus meiner Quelle geworden ist ! Jetzt ENDLICH sind einige Führungskräfte die nur Luftblasen verkauften und mit einer ARROGANZ den Mitarbeitern und auch den Insolvenzverwalter das Blaue vom Himmel erzählten, entlassen worden (leider zu SPÄT !!!). Wünsche mir nur, das auch beim Betriebsrates EINSCHNEIDUNGEN gibt, der nur eine Marionette des Unternehmens ist ! Der durch seinen Fehlern, viele ehem. Mitarbeiter, die den Aufhebungsvertrag unterschrieben hatten, einfach FALLEN lassen hat.
SCHANDE,SCHANDE,SCHANDE !!!
UND DIES WAR DIE ANTWORT VON QUELLE !!!
Verantwortung für Mitarbeiter
so sieht das die QUELLE:
Engagierte und motivierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital für das zukünftige profitable Wachstum von Quelle. Die Zusammenarbeit bei Quelle ist geprägt von einem konstruktiven und fairen Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Verbindliche Führungsleitlinien bilden die Basis dafür. Mit regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen werden die Mitarbeiterzufriedenheit und aktuelle Bedürfnisse analysiert und notwendige Maßnahmen abgeleitet. Quelle bietet ihren Mitarbeitern vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten und engagiert sich in der Ausbildung junger Menschen.
Mit einer Vielzahl von Maßnahmen und Arbeitszeitmodellen setzt sich Quelle ausdrücklich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein und erhielt für dieses Engament das Zertifikat zum audit „Familie und Beruf“. Quelle steigert mit ihrem Engagement Zufriedenheit und Identifikation der Mitarbeiter und wird auf dem Arbeitsmarkt als attraktiver, familienfreundlicher Arbeitgeber wahrgenommen.
Aber so sieht es wirklich aus :
Verantwortung für Mitarbeiter
Das was Sie da beschreiben, dass ist die Quelle vor zehn bis 20 Jahren gewesen. Ein konstruktiver, fairer Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeitern gab es in den letzten Jahren nicht mehr. Seit Führungskräfte von Eismann geholt wurden, gab es nur Arroganz und Selbstdarstellung. Verantwortung für Mitarbeiter, das würden sich die Mitarbeiter wünschen !!! Von Quelle und dem Betriebsrat ! So gab es für Mitarbeiter die 30 Jahre oder wie ich 20 Jahre im Unternehmen waren nicht einmal ein Mail vom Vorgesetzten oder eine Verabschiedung !
Wenn es so geblieben wäre wie Sie es beschreiben, würde meine Quelle jetzt nicht dort stehen wo sie jetzt ist !!!
Nach nahezu 20-jähriger erfolgreicher Tätigkeit, in der ich der QUELLE zu hohen Einsparungen im mehrstelligen Millionenbereich verholfen habe, stand gestern ein Kurierfahrer vor unserer Haustür und überreichte mir die Kündigung zum 31.01.10 aus dringenden betrieblichen Erfordernissen. Und das ohne vorhergehendes Gespräch und entgegen erst kürzlich erfolgten Zusicherungen des Betriebsrates!
Jetzt stehe ich da, 50 Jahre alt, verheiratet, mit 3 schulpflichtigen Kindern und erheblichen Hausschulden. Das Arbeitsamt, das ich schon gleich im Juni nach dem Insolvenzantrag konsultiert habe, macht mir wenig Hoffnung auf einen neuen Job...
Da stehe ich nun wohl selber kurz vor der Privatinsolvenz, denn schon das (endliche) Arbeitslosengeld reicht nicht aus um die Zinsen der Hausschulden weiter begleichen und auch noch leben zu können.
Während sich die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden und auch der Insolvenzverwalter mit zweistelligen Millionenbeträgen die Taschen vollgestopft haben (oder werden), werde ich vermutlich sogar um meine Abfindung betrogen, die lt. Betriebsrat um die 100.000 € gelegen hätte.
Die in diesem Artikel getroffenen Aussagen zur Situation der Quelle, kann ich somit nur voll und ganz bestätigen.
das selbe wird genauso mit karstadt passieren mann stetzt alles auf eine karte
Mein Vater wurde nun nach einem Schlaganfall gekündigt, er war 40 Jahre in dieser Firma und hätte nächstes Jahr wieder arbeiten können!
Die ganze Firma ist ein einziger Scherbenhaufen, soziale Fairness ist komplett auser Kraft gesetzt!
Das Kapitel Quelle ist für mich und meine ganze Familie endgültig geschlossen
Frau Schickedanz,
sehen Sie nun, was aus GELDGIER werden kann ? Was Ihre Eltern als Lebenswerk aufgebaut hatten und immer die Nähe zu ihren Mitarbeitern suchten, haben SIE in kürzester Zeit in den Ruin getrieben.
Sich dann noch in die Presse zu stellen, wie Arm Sie jetzt wären ist und war ein weiterer Schlag in das Gesicht Ihrer Mitarbeiter, die immer hinter der Quelle standen.
Und noch alle für dumm zu verkaufen, Sie haben keine Milliarden für die Aktien bezahlt, sondern nur den höchsten Wert als Zahl genommen.
Hätten Sie sich nur einen Teil für die Quelle interessiert und den Weg Ihrer Eltern weiter geführt, hätten Sie nicht die SUPER Manager holen müssen und hätten durch Ihre Miarbeiter schon eher die Stimmung im Unternehmen aufnehmen können. Aber wenn der Hals nicht voll genug sein kann !
So STOLZ wir auf den Namen Schickedanz waren, so wenig stolz wir jetzt auf diesen sein können !
Wie ich stehen viele vor dem privaten Ruin und Sie stellen sich hin und LACHEN uns noch aus !
Eine SCHANDE !!!
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