15.03.2010  09:40 Uhr

Technologiekonzern
Siemens schafft in Franken zusätzliche Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche

Mittelfranken. Siemens stellt im Geschäftsjahr 2010 bundesweit erneut 250 zusätzliche Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche zur Verfügung, 36 Stellen davon in Franken. Dazu investiert der Konzern zum dritten Mal in Folge 30 Millionen Euro.

„Wir haben mit unserem Programm sehr gute Erfahrungen gemacht. Deshalb setzen wir unser Engagement für benachteiligte Jugendliche – auch angesichts der aktuellen Konjunkturlage – bewusst fort. Qualifizierte junge Menschen sind unser wichtigstes Kapital für die Zukunft“, sagte Siemens-Personalvorstand Siegfried Russwurm in Erlangen. Mit dem Programm will Siemens Jugendlichen eine Chance geben, die – oft auch migrationsbedingt – wegen mangelnder Schulleistungen oder Defiziten bei ihren Basiskompetenzen bisher keinen Ausbildungsplatz bekommen haben.

In Franken schafft Siemens durch das Programm 36 zusätzliche Lehrstellen. Davon entfallen 16 neue Plätze auf Standorte in Erlangen, zwölf auf Nürnberg und vier auf Amberg. Weitere vier junge Menschen werden an übrigen Standorten in Nordbayern eingestellt. Die 36 Jugendlichen werden ihre Ausbildung in technischen und kaufmännischen Berufen im Herbst 2010 beginnen. Bei der Auswahl der Auszubildenden wird Siemens wie im vergangenen Jahr von den Agenturen für Arbeit unterstützt. Sie sind auch die erste Anlaufstation für Bewerber. Die Berufsberater sind über das Programm von Siemens informiert und leiten Bewerbungen an das Unternehmen weiter.

In Frage kommen Bewerber, die bislang noch keine berufliche Erstausbildung absolviert haben oder absolvieren konnten. Sie sollten mindestens über einen Hauptschulabschluss verfügen. An technischen Berufen bietet Siemens den Jugendlichen unter anderem die Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik, Elektroniker für Betriebstechnik, Fachinformatiker für Systemintegration, Industriemechaniker, IT-Systemelektroniker, Mechatroniker oder als Technischer Assistent für Elektrotechnik an. Zudem können sie sich als Industriekaufmann oder Kaufmann für Bürokommunikation ausbilden lassen. Die Jugendlichen erhalten von Siemens bei ihrer Ausbildung eine spezielle Förderung.

Dass eine Ausbildung bei Siemens Zukunft hat, zeigt ein Blick in die Statistik: So werden neun von zehn Auszubildenden nach ihrer Lehrzeit übernommen. Wird das Arbeitsverhältnis nicht fortgeführt, so liegt das meist in einer Weiterqualifizierung der jungen Menschen. Siemens ist einer der größten privaten Ausbildungsbetriebe in Deutschland. Der Konzern bildet rund 10.000 Jugendliche an etwa 50 verschiedenen Standorten aus und investiert dafür im Jahr rund 160 Millionen Euro. Pro Jahr bewerben sich rund 40.000 Jugendliche bei Siemens.


 

(Redaktion)

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Siemens AG

 

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