IHK-Wettbewerb
1100 Bewerbungen für den Ernst-Schneider-Preis
Köln. Der Wettbewerb um den Ernst-Schneider-Preis der IHKs, der traditionell die besten Wirtschaftsbeiträge auszeichnet, wird von Jahr zu Jahr gefragter. In diesem Jahr gingen mehr als 1.100 Artikel und Sendungen ein.

Verleihung Ernst-Schneider-Preis 2009 (v.l.): Joachim Dorfs, Chefredakteur Stuttgarter Zeitung mit Michael Ohnewald
Zu dieser Steigerung von zehn Prozent trug die tiefe Wirtschaftskrise bei. Noch nie beschäftigten sich so viele Autorinnen und Autoren so umfassend mit den Regeln und der Funktion von Wirtschaft. Zum höchstdotierten deutschen Preis für Wirtschaftsjournalismus reichten öffentlich-rechtliche und private Fernseh- und Radiosender, Titel wie
ZEIT, Stern, F.A.Z., Bild, Spiegel sowie zahlreiche kleine und große Regionalzeitungen Beiträge ein. Darin vermitteln renommierte Autoren die relevanten Themen der Wirtschaft: den Kollaps des Finanzmarktes, die Antworten der Politik auf die Rezession, die Reaktionen der Unternehmen und die grassierende Schuldenentwicklung.
Fernsehredaktionen reichten 270 Beiträge ein, der Hörfunk hundert. Großes Interesse fand der Technikpreis, in dem 40 Beiträge technische Entwicklungen und Zusammenhänge erklären. Das Gros der Einreichungen - mehr als 700 Artikel, Themenseiten und Serien - kam von Zeitungen und Zeitschriften. Über die Preise entscheiden - nach Bewertungen in Vorauswahlkommissionen - Schlussjurys, die aus drei Vertretern der Medien und zwei der Wirtschaft zusammengesetzt sind. Die Preisverleihung findet am 12. Oktober in Frankfurt statt. Mit dem seit 1971 ausgeschriebenen Ernst-Schneider-Preis möchten die IHKs Autoren ermutigen, Wirtschafts- und Technikthemen so darzustellen, dass jeder mehr von den Zusammenhängen und Hintergründen unserer Wirtschaftsordnung versteht. Daneben möchten sie anregen, die Beschäftigung mit Wirtschaftsthemen zu suchen und ihnen entsprechenden Platz in ihren Programmen und Publikationen zu geben. Der Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft ist nach dem Unternehmer und Kunstmäzen Ernst Schneider benannt, der von 1963 bis 1969 Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages war.
(Redaktion)
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